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Wir wollen heute Zaker vorstellen, der gemeinsam mit seinem Freund Sajjad am Bauernhof der Familie Klampfer im Köstendorfer Ortsteil Goiging wohnt. Die beiden sprechen schon ganz gut Deutsch und Zaker hat bereits erste Kontakte mit jungen Köstendorfern beim Fußballspielen geknüpft. Wir wollten mehr über ihn und sein neues Leben in Österreich erfahren und haben ihm 10 Fragen gestellt. Hier findet ihr die Antworten dazu:

Mein Lieblingswort ist…

Grüß Gott

 

Heimat ist für mich….

wo ich mit meiner Familie in Frieden leben kann.

 

Typisch köstendorferisch ist…. oder Was mir an Köstendorf gefällt?

Das Gemüsegeschäft von Traudi, mir gefällt die Freundlichkeit der Köstendorfer

 

Ein Vorurteil, dem ich persönlich immer wieder begegne, ist…

Was mir in Köstendorf fehlt, ist…

Meine Familie, die in Afghanistan lebt (Frau + 3 Kinder) und musizieren.

 

Ich glaube an…

das Gute im Menschen.

 

Ich esse am liebsten…

Schnitzel, Fischstäbchen und Erdäpfelblattl.

 

Glücklich macht mich….

Geigenmusik und das Fahrradfahren bei schönem Wetter.

 

Mich ärgert im Moment….

wenn Menschen lügen.

 

Als 13-Jähriger wäre ich gern…..

Klavierspieler geworden.

 

 

Auch in unserer Gemeinde gibt es seit einigen Wochen Flüchtlinge aus Afghanistan und Tibet. Wir wollen hier ein wenig davon erzählen, wer sie sind und wie sie die ersten Wochen in Köstendorf erlebt haben.

Pfarrer Virgil Zach mit Familie Ahmadi.

Pfarrer Virgil Zach mit Familie Ahmadi. Foto: Angela Kögler

 

Dazu zählt etwa die Familie Ahmadi, die aus Afghanistan stammt und mit ihren fünf Kindern in Köstendorf im Pfarrhof wohnt. Dank der Unterstützung unseres Pfarrers Virgil Zach und des Teams um Frau Marianne Schaub konnte sich die Familie bereits ganz gut einleben. Klar, es gibt noch viele Dinge, die neu sind, und auch der Alltag in Österreich ist noch ungewohnt, aber man ist auf einem guten Weg. Dazu zählen Aufgaben wie das Erlernen der neuen Sprache, das Erkunden der Umgebung, die Schule, unser Mülltrennsystem, uvm. Vieles ist anders, manches aber auch gleich: Ein gutes Stück Kuchen zum Beispiel, das schmeckt allen in der Familie 😉

 

Von Tibet in die Taferne

Die zwei Tibeter wohnen im Gasthaus Taferne in Köstendorf.

v.l.n.r.: Norlha, Margareta Weiglmeier-Frauenschuh und Sonam.
Foto: Angela Kögler

 

Auch schon ganz gut eingelebt haben sich Norlha und Sonam aus Tibet, die im Gasthaus Taferne bei der Familie Weiglmeier-Frauenschuh wohnen. Die Tibeter sind froh, in Österreich eine neue Heimat gefunden zu haben. Kontakt nach Hause haben sie fast keinen. Norlha etwa stammt aus einem kleinen Bergbauerndorf. Dort gibt es nur ein Telefon für das ganze Dorf, nach Hause zu telefonieren ist somit fast unmöglich. Magarete Weiglmeier-Frauenschuh: „Norlha und Sonam wohnen seit ein paar Monaten bei uns und sind extrem hilfsbereit. Sie leben mit uns mit und lernen so Sprache und Kultur kennen.“

Sprache macht fit für den Alltag

Fit für den Alltag sind auch Zaki und Sajjad aus Afghanistan, die bei Familie Klampfer in Goiging wohnen. Die beiden sprechen schon ganz gut Deutsch und Sajjad hat bereits eine Lehrstelle in Eugendorf gefunden.

 

Sajjad und Zaker aus Afghanistan feierten Weihnachten mit Familie Klampfer. Foto: Klampfer

Sajjad und Zaker aus Afghanistan feierten Weihnachten mit Familie Klampfer.
Foto: Klampfer

 

Verstärkung hat indes auch die Reservemannschaft des USV Köstendorf bekommen. Zaker und sein Freund Ali Ahmadi trainieren schon eifrig mit und hoffen schon bald für ihren ersten Einsatz fit zu sein.

Integration braucht Zeit

Dass Integration nicht von heute auf morgen passiert ist klar, aber mit Hilfe eines engagierten Teams von Köstendorfer/Innen wird versucht, den Flüchtlingen einen guten Start in Österreich zu ermöglichen und Ansprechpartner für sie zu sein. Das Team rund um Gottfried Kögler, Wolfgang Neubacher und Franz Schinwald koordiniert die Freiwilligenarbeit in Köstendorf und ist zuversichtlich: „Wir sind froh, dass es in Köstendorf keine große Flüchtlingsunterkunft gibt, sondern Menschen in kleinen Einheiten bzw. in Wohnungen untergebracht werden und sie so eine echte Chance erhalten sich zu integrieren.“

 

Auch in Köstendorf wohnen seit einigen Wochen Flüchtlinge. Wir wollen heute Sajjad vorstellen, der gemeinsam mit seinem Freund Zaker am Bauernhof der Familie Klampfer im Köstendorfer Ortsteil Goiging wohnt. Die beiden sprechen schon ganz gut Deutsch und Sajjad hat bereits eine Lehrstelle in Eugendorf gefunden. Wir wollten mehr über ihn und sein neues Leben in Österreich erfahren und haben ihm 10 Fragen gestellt. Hier findet ihr die Antworten dazu:

Mein Lieblingswort ist…

Grüß Gott

Heimat ist für mich….

Österreich

Typisch köstendorferisch ist….oder Was mir an Köstendorf gefällt?

Der Dorfplatz gefällt mir.

Ein Vorurteil, dem ich persönlich immer wieder begegne, ist…

Die Behauptung, dass alle Moslems Terroristen sind.

Was mir in Köstendorf fehlt, ist…

der Kontakt zu jungen Köstendorfern.

Ich glaube an…

eine Zukunft in Österreich.

Ich esse am liebsten…

Hühnerfleisch und Pommes.

Glücklich macht mich….

wenn ich mit meiner Familie in Afghanistan telefoniere.

Mich ärgert im Moment….

Unpünktlichkeit.

Als 13-Jähriger wäre ich gern…..

Cricket-Spieler geworden.

 

Sajjad und Zaker aus Afghanistan feiern Weihnachten mit Familie Klampfer.

Sajjad (links) und Zaker aus Afghanistan feiern Weihnachten mit Familie Klampfer.

Liebe Alle!

Eine erfreuliche Botschaft: In Kürze wird die zweite Familie aus Afghanistan nach Köstendorf kommen. Die zuständige Abteilung der Salzburger Landesregierung hat, laut Informationen von Herrn Pfarrer Virgil Zach, dem Umzug bereits zugestimmt. Die Wohnung für diese Familie (im Hause von Frau Weissl) ist bereits weitestgehend bezugsfertig. Damit haben wir dann insgesamt 15 Asylwerber/innen in unsere Gemeinde aufgenommen. Bereits heute können wir erfreulicherweise festhalten, dass die Integration unserer bisherigen Asylwerber – auf den unterschiedlichsten Ebenen – schrittweise immer besser gelingt.

Wir danken allen ganz herzlich (!!), die sich bisher engagiert haben, für Ihren professionellen Einsatz, vor allem für die viele Zeit, die sie den Asylwerbern/innen „geschenkt“ haben. Da Ostern für viele von uns ein zentrales christliches Fest ist, wollen wir euch noch einen bemerkenswerten Artikel von Michael Landau [Präsident der Caritas Österreich], der zentrale humanistische und christliche Botschaften – in Richtung „Flüchtlinge“ und „Osterfest“ – auf den Punkt bringt, mitgeben.

Es danken und grüßen Euch herzlich

Gottfried Kögler
Wolfgang Neubacher
Franz Schinwald

Geglücktes Leben ohne ein Du wird keiner zum Ich (Landau)

Liebe Alle!

Nun ist sie da, die Familie aus Afghanistan. Sie fühlt sich bereits, so wurde uns von Sajjed und Zaker berichtet [Sajjed und Zanker sind die beiden Asylbewerber, die bei Familie Klampfer wohnen], in Köstendorf sehr wohl.

Aufgrund des sehr kurzfristig angekündigten Treffens konnte eine Reihe von „Flüchtlingsbewegten“ leider nicht teilnehmen. Daher findet ihr im Anhang ein knapp gehaltenes Protokoll des Begrüßungsabends.

Die Familie Ahmadi hat fünf Kinder. Wir stellen sie kurz namentlich und altersmäßig vor: Hossain [20 Jahre], Ali [17 Jahre] Rassu, [14 Jahre], Perwaneh, die einzige Tochter ist 12 Jahre und Abolfars, der jüngste Sohn 9 Jahre. Rassu und Parwaneh besuchen seit gestern die 4. und 2. Klasse der NMS Köstendorf, Abolfars die 3. Klasse der Volksschule.

An dieser Stelle möchten wir uns bei den Direktorinnen und den Lehrer/innen der beiden Schulen herzlich bedanken für die „wunderbare“ Aufnahme der drei Kinder!!!

Heute bereits hat Gertraud Neubacher (sie leitet das „Team Sprache“) mit dem Deutschunterricht für die gesamte Familie – in den Räumlichkeiten der NMS – begonnen. Ingrid Hölzl, Rosa Struber und Adele Schwaighofer werden das Team dankenswerterweise verstärken.

 

Wir haben bereits vor Weihnachten ein Spendenkonto bei der Raiffeisenkasse Köstendorf-Neumarkt-Schleedorf unter dem Kontonamen „Köstendorf für Menschen“

(IBAN: AT02 3502 1000 0005 9147, BIC: RVSAAT2S021) eingerichtet.

Wer einen Erlagscheinbenötigt, kann sich auch an Gottfried Kögler wenden. Selbstverständlich gibt es auch die Möglichkeit bei den Geschäften in Köstendorf „Gutscheine“ zu erwerben und sie der Familie persönlich zu schenken.

 

Die gemeinsame Hompage „Neumarkt und Köstendorf für Menschen“ ist bereits durch die rasche Hilfestellung von Siegfried Uebelhör im Netz. Es gibt einen gemeinsamen Bereich und einen Bereich, wo nur wir „Köstendorfer“ Zugriff haben und auch – in Zukunft – miteinander kommunizieren können bzw. werden. Klickt bitte den Link www.koestendorffuermenschen.ihcoffice.at. an und sammelt erste Eindrücke. Der interne Köstendorfer-Bereich ist aber noch nicht ganz fertig.

 

Wie toll diese Sache ist, möchten wir an einem kleinen Beispiel aufzeigen: Gestern am späten Nachmittag haben wir – mithilfe von Siegfried – folgenden Suchauftrag gegeben:

 

„Für ein Asylbewerberquartier in Köstendorf benötigen

wir dringend eine Matratze 190×90.

Bitte unter dieser email Adresse oder der Telefonnummer 0664 5353845 melden.

Danke Plattform Köstendorf für Menschen“.

 

 

Bereits um 21.00 Uhr hat sich eine der mehr als 300 gespeicherten Teilnehmerinnen gemeldet, dass sie eine solche Matratze hätte und gerne zur Verfügung stellt.

 

Die letzten Tage haben uns allen gezeigt, dass wir gemeinsam viel Positives bewirken können.

Wir danken an dieser Stelle besonders unserem Herrn Pfarrer für seine Bereitschaft, die Flüchtlinge im Pfarrhaus aufzunehmen, unserem Bürgermeister für die laufenden Kontakte zur Landesregierung und vielen von Euch für Eure Hilfestellungen.

 

Es grüßen Euch herzlich

Gottfried Kögler, Wolfgang Neubacher, Franz Schinwald