Warum diese Petition: Täglich liest man in den Medien von Abschiebungen von jungen AsylbewerberInnen die eine Lehre begonnen haben. Derzeit sind 727 AsylbewerberInnen in einer aktiven Lehrausbildung in Österreich. Nachdem es hier zum Großteil um Mangelberufe handelt, für die man zu wenig interessierte Jugendliche in Österreich gefunden hat, sollten diese AsylbewerberInnen ihre begonnenen Lehren abschließen können und bis zum erfolgreichen Abschluß ihrer Lehre vor Abschiebungen geschützt sein.

Wir haben dazu eine Petition gestartet. Unterstützt bitte diese Petition. Hier könnt ihr direkt unterschreiben.

Das Quartier Haslach/Seppengut wurde mit Ende April vom Land geschlossen. Jetzt haben wir in Neumarkt noch das Quartier Gerbl (20 AsylbewerberInnen), das Quartier Rieger (30 Asylbewerber) und ca. 10 privat untergebrachte AsylbewerberInnen.

Am 26.4. haben wir gemeinsam mit den Asylbewerbern von Haslach ein kleines Abschiedsfest gefeiert.

Von den 10 Burschen sind am 28.4. fünf in das Quartier Rieger Neumarkt, drei in das Quartier Rieger Elixhausen und zwei in das Quartier nach Seekirchen übersiedelt.

Wir haben die jungen Burschen aus Afghanistan seit Dezember 2015 betreut. Da hat sich schon zu den meisten eine freundschaftliche Beziehung entwickelt. Wir sind aber überzeugt, daß diejenigen die von Neumarkt weggekommen sind, einiges für ihr weiteres Leben mitnehmen konnten. Das Erlernen einer neuen Sprache, Erfahrungen wie Hilfsbereitschaft, Toleranz aber auch das Umgehen mit anderen Menschen werden sie auf ihren weiteren Weg begleiten. Die meisten sind als Analphabeten gekommen, jetzt sprechen viele von ihnen schon ganz passabel Deutsch.

Für die in Neumarkt gebliebenen, geht das gewohnte Leben in Neumarkt weiter. Sie sind richtig froh daß sie hier bleiben konnten.

Hier noch ein paar Bilder vom Abschiedsfest:

  

Die Plattformen Neumarkt und Köstendorf für Menschen wünschen allen AsylbewerberInnen, Freunden, Mitgliedern, Unterstützern und Partnern ein frohes Osterfest.

 

 

Heuer war ein ereignisreiches Jahr: in den USA wurde ein Mann zum Präsidenten gewählt, der eine Mauer gegen Flüchtlinge bauen will, die Polarisierung in unserer Gesellschaft für oder gegen Asyl wird immer größer und das tägliche Sterben auf den Kriegsschauplätzen dieser Welt ist schon fast Normalität. IS Anschläge in Europa und Einzelaktionen von “Flüchtlingen” mehren sich und verstärken die Rufe nach einem strikten “Mauerbau” auch in unserem Land.

In diesem Umfeld wurde auf lokaler Neumarkter und Köstendorfer Ebene 2016 die Arbeit in unseren Plattformen Neumarkt und Köstendorf für Menschen weitergeführt, und von den aktiven Frauen und Männern über 4000 ehrenamtliche Stunden „Menschlichkeit“ eingebracht.

„Haben wir es geschafft?“, diese Frage stellen wir uns zum Jahresende. Aus unserer Sicht haben wir vieles geschafft, es bleibt aber noch viel zu tun!

Wir versuchen, den Flüchtlingen, so lange sie in Neumarkt und Köstendorf sind, einen „menschenwürdigen“ Aufenthalt zu ermöglichen und ihre viele Freizeit mit sinnvollen Tätigkeiten zu strukturieren. Gerade zu Weihnachten, dem Jahrestag der Geburt von Jesus Christus, dem Begründer der christlichen Religion, muss bewusst werden, dass nicht schöne Reden, frommes Tun und Anderes in seinem Sinne sind. Er hat uns zur Tat aufgefordert und wir versuchen dies zu realisieren!

Wir müssen uns auch immer vor Augen halten, dass wir nicht nur Erfolge haben können, sondern auch Rückschläge hinnehmen müssen. Wichtig ist, dass wir uns durch die polarisierende Stimmung und manche negative Erfahrung bei den Asylverfahren nicht beirren lassen.

Wir danken allen unseren aktiven Mitgliedern von Herzen, dass Sie ihr “Ehrenamt” im Sinne der Menschlichkeit so intensiv ausgeübt haben. Wir alle können stolz darauf sein, dass es unserer gemeinsamen Arbeit zuzuschreiben ist, dass in Neumarkt und Köstendorf größere Vorkommnisse ausgeblieben sind. Auch wenn AsylbewerberInnen keine Zukunft in Österreich finden, so haben wir ihnen doch gezeigt dass es auch eine andere Art gibt, miteinander zu leben und umzugehen. Zusätzlich haben sie (oft zum ersten Mal in ihrem Leben) erfahren, dass man durch „Lernen” etwas für sich selbst erreichen kann. Auch das sind positive Botschaften, die bei einer möglichen Abschiebung mitreisen und vielleicht im Heimatland weitergelebt und weitergegeben werden.

Herzlichen Dank auch an unsere Partner für ihre Unterstützung. Ohne diesen Rückhalt wäre manches schwerer zu bewerkstelligen.

Wir wünschen dir/Ihnen und deinen/Ihren Angehörigen ein besinnliches Weihnachtsfest und für 2017 Glück, Gesundheit, Gelassenheit, viel Energie, Mut und weniger „schlechte News”. Wir hoffen auch im Jahr 2017 auf deine/ihre Mitarbeit und Unterstützung. Nur so können „wir es gemeinsam schaffen“.

 

 

Der Herr segne Dich
الرب يبارككم / خداوند به شما برکت دهد /sayidkii ha idiin barakeeyo

Gestern haben wir im Museum Fronfeste beim letzten Begegnungscafe vor Weihnachten, eine kleine Weihnachtsfeier mit unseren AsylbewerberInnen abgehalten. Danke an Agnes und Sonja für die Vorbereitungen.

Es wurde ein Text in Deutsch, Farsi und Paschtu vorgelesen und besprochen. dazu gab es ein paar Weihnachtslieder.
So konnten wir uns gemeinsam mit unseren AsylbewerberInnen auf Weihnachten einstimmen. Es war schön zu sehen wie Mohsen und Sayed hier mitgemacht, und den Text in ihrer Sprache vorgetragen haben.

 

 

 

Unsere “Haslacher” haben gemeinsam mit Agnes Weihnachtsgebäck gemacht und so konnten die AsylbewerberInnen auch einen kleinen Weihnachtsgruß mitnehmen.

 

 

Die starke Zuwanderung durch Flüchtlinge hat im vergangenen Jahr auch bei uns in Neumarkt viel in Bewegung gebracht. Unsere Plattform wurde gegründet, große Solidarität wurde spürbar und unzählige engagierte Menschen sind nach wie vor bei uns im Einsatz. Die Flüchtlingsfrage eröffnet nun gesamtgesellschaftlich auch große Herausforderungen und Fragen, die sich so zuvor noch nicht gestellt haben. Dieser Lehrgang will Handwerkszeug vermitteln, welches den Engagierten helfen soll, diesen Herausforderungen lösungsorientiert zu begegnen, aufkommende Fragen zu klären sowie durch den Erfahrungsaustausch voneinander zu profitieren.

Die Module werden in Workshopform gestaltet mit Impulsen, Arbeit an Fallbeispielen und praktischen Übungen. Lehrgangsleitung: Alexander Glas MSc, Ingrid Weydemann MAS.

Beitrag: € 40,- (für Unterlagen und Pausengetränke)

Weitere Informationen und Anmeldung bei Salzburger Bildungswerk Strubergasse 18/3 5020 Salzburg Tel: 0662-8726910 Mail: office@sbw.salzburg.at

Achtung: Begrenzte TeilnehmerInnenzahl (max. 25): Anmeldung ist  erforderlich. Anmeldeschluss: Mittwoch, 23. November 2016

Details über die einzelnen Module sowie die Termine findet ihr im nachstehenden Folder (anklicken zum öffnen).

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Siegfried Uebelhör (2. v. l.), Ingrid Weydemann MAS (2. v. l. sitzend), beide Plattform Neumarkt für Menschen, Andrea Schlehuber (Geschäftsführerin EZA Fairer Handel, 3. v. r.) und Gottfried Kögler (Plattform Köstendorf für Menschen, ganz rechts) mit Asylwerbern bei der Verteilung des Reis

Siegfried Uebelhör (2. v. l.), Ingrid Weydemann MAS (2. v. l. sitzend), beide Plattform Neumarkt für Menschen, Andrea Schlehuber (Geschäftsführerin EZA Fairer Handel, 3. v. r.) und Gottfried Kögler (Plattform Köstendorf für Menschen, ganz rechts) mit Asylwerbern bei der Verteilung des Reis

Am 20. Juni 2016, dem Weltflüchtlingstag, hatte die Geschäftsführerin der EZA Andrea Schlehuber 160 kg Reis im Rahmen des wöchentlichen Begegnungscafes im Museum Fronfeste Neumarkt am Wallersee an die „Plattformen Neumarkt und Köstendorf für Menschen“ überreicht. Damit werden Asylbewerber in den Neumarkter Quartieren Gerbl, Rieger und in Haslach sowie den Quartieren in Köstendorf unterstützt.

Green Net stellt sechs Tonnen Reis kostenlos zur Verfügung

Die thailändische Reisgenossenschaft Green Net solidarisiert sich mit Flüchtlingen in Österreich und stellt sechs Tonnen biofairen Duftreis für die Versorgung von Schutzsuchenden in Österreich kostenlos zur Verfügung. Gemeinsam mit EZA Fairer Handel und Weltläden fordert Green Net die globale Ungerechtigkeit wirksam zu bekämpfen.

Der Reis wird von Weltläden in Österreich, die sich sehr in der Arbeit mit Schutzsuchenden engagieren, und von EZA Fairer Handel in Kooperation mit lokalen Flüchtlingsinitiativen verteilt.

Über 30 österreichische Weltläden und EZA Fairer Handel beteiligen sich aktiv an der Aktion, die unter dem Motto „Gemeinsame Zukunft statt einsame Festung“ steht. Die AkteurInnen sind entweder selbst in der Betreuung Schutzsuchender engagiert oder halten Kontakt zu Organisationen, die sich in der Flüchtlingsarbeit betätigen. So wird der köstlich schmeckende Duftreis zu einem Zeichen lebendiger, internationaler Solidarität.

Mitbegründer von Green Net Vitoon Panyakul war im Flachgau zu Besuch

„Die große Zuwanderung Richtung Europa ist ein Zeichen globaler Ungleichheit. Die davon betroffenen Menschen sind die Opfer“ stellt Vitoon Panyakul, Mitbegründer der thailändischen Kleinbauerngenossenschaft Green Net, fest. Seit 1998 Partnerin von EZA Fairer Handel, liefert die Organisation ihren biofairen Hom Mali Duftreis nach Österreich, wo er in den Weltläden erhältlich ist.

Anlässlich des 40-jährigen Bestehens der EZA Fairer Handel war Panyakul im November 2015 in Österreich zu Gast im Flachgau. Betroffen von der Tatsache, dass aktuell tausende Menschen vor Krieg und höchster Not fliehen und in Österreich, Deutschland und anderen europäischen Ländern Zuflucht suchen, setzte er diese bemerkenswerte Initiative.

Weitere Bilder von der Übergabe im Begegnungscafe unter diesem Link.

Im Begegnungscafe im Museum in der Fronfeste treffen sich jeden Montagnachmittag Asylwerber mit Einheimischen zum Plaudern, Deutsch lernen, Spiele spielen und über Probleme zu sprechen

Im Begegnungscafe im Museum in der Fronfeste treffen sich jeden Montagnachmittag Asylwerber mit Einheimischen zum Plaudern, Deutsch lernen, Spiele spielen und über Probleme zu sprechen.

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